Sieben Gründe für eine Ausbildung an der Evangelistenschule Johanneum

Junge Menschen werden hier auf den Verkündigungsdienst in Kirche, Gemeinschafts- und Jugendarbeit vorbereitet.

Drei Jahre studieren sie theologische Fächer - immer mit dem Blick auf die Praxis. Auch humanwissenschaftlicher und allgemeinbildender Unterricht gehören dazu. Danach folgt das Anerkennungsjahr. 

Die vierjährige Ausbildung ist kirchlich anerkannt. Die Berufsaussichten sind günstig und vielfältig. 

 

Wenn jemand den hauptamtlichen Verkündigungsdienst beginnen will, stellt sich u.a. die Frage: Wo gehe ich hin? An welcher Schule, mit welchem Konzept kann ich mein Ziel am besten erreichen?

Warum ist es sinnvoll, am Johanneum zu studieren? 

1. Weil das Johanneum eine Evangelistenschule ist

Seit seiner Gründung 1886 trägt das Johanneum die Bezeichnung „Evangelistenschule“. Wir wollen die Studierenden dazu befähigen, die biblische Botschaft so weiterzugeben, dass Menschen

- zum Glauben an Jesus Christus eingeladen,

- zur Mitarbeit in der Gemeinde angeleitet und befähigt 

- und zum Dienst an der Welt ermutigt werden.

Deutschland ist Missionsgebiet. Mission und Evangelisation sind hochaktuell! Wir brauchen Evangelistinnen und Evangelisten. Wir brauchen Menschen, die missionarische Kompetenz an ehrenamtlich Mitarbeitende weitergeben. Wir brauchen Mut, Begeisterung und Kreativität, das Evangelium immer wieder neu in die Gegenwart hinein zu übersetzen. Das kann man lernen! Wer es lernen möchte, ist am Johanneum richtig.

2. Weil das Johanneum konzentrierte Theologie vermittelt

Der Schwerpunkt des Unterrichts im Johanneum liegt auf den theologischen Fächern. Wir sind überzeugt, dass Hauptamtliche über gute theologische Kompetenz verfügen müssen. Beginnend beim neutestamentlichen Griechisch über Bibelkunde, Exegese, Kirchengeschichte, Dogmatik, Ethik bis zur Praktischen Theologie beackern wir alle Felder der evangelischen Theologie.

Wer hauptamtlich Verantwortung trägt, sollte sich auskennen – zuerst in der Bibel, aber auch in vielen Bereichen der theologischen Reflexion. Wir müssen die Lehre der Kirche verstehen und auch ein wenig dahinter schauen können.

Theologie zu studieren ist anspruchsvoll und manchmal anstrengend. Aber diese Anstrengung lohnt sich. Gute Theologie ist eine Voraussetzung für gute Praxis. Davon sind wir überzeugt.

3. Weil das Johanneum eine Lebensgemeinschaft anbietet

Im Johanneum Theologie zu studieren, bedeutet eingebunden zu sein in eine Lebens- und Lerngemeinschaft auf Zeit, zu der sowohl die Studierenden als auch die Dozenten gehören. Diese verbindliche Gemeinschaft ist ein zentraler Aspekt der Ausbildung. Wer als Hauptamtliche/r bestehen will, benötigt neben fachlicher auch personale Kompetenz (Belastbarkeit, Beziehungsfähigkeit, Kritikfähigkeit). Um diese Fähigkeiten zu entdecken und zu fördern, ist gemeinsames Leben unverzichtbar.

Ausdrucksformen unseres gemeinsamen Lebens sind:

Gemeinsam lernen – gemeinsam beten – gemeinsam arbeiten –  gemeinsam feiern.

Deshalb gehören Wohnen und Lernen im Johanneum zusammen. Die Seminargebäude bieten Platz für ca. 45 Studierende. Auch für Ehepaare gibt es Wohnmöglichkeiten.

Nach der dreijährigen seminaristischen Ausbildung im Johanneum folgt das erste Berufsjahr, das zugleich das 4. Ausbildungsjahr ist. Das Johanneum begleitet den Einstieg in den Beruf sehr intensiv. Ein Dozent kümmert sich überwiegend  um diese Aufgabe. Zum ersten Berufsjahr gehören regelmäßige supervisorische Begleitung vor Ort sowie drei Mentoringwochen.

4. Weil das Johanneum praxisorientiert ist

Neben den klassischen theologischen Disziplinen werden humanwissenschaftliche Fächer (z.B. Psychologie, Pädagogik und Soziologie) und allgemeinbildende Fächer (z.B. Musik und Sport) unterrichtet. Ein Schwerpunkt der Ausbildung liegt in den Praxisfächern (Jugendarbeit, Gemeindepädagogik, Verkündigung, Seelsorge, Religionspädagogik) und in den Praktika (z.B. in den Bereichen Evangelisation, Gemeinde, Diakonie, Freizeit, Schule).

5. Weil das Johanneum kirchlich ist

Das Johanneum ist seit seiner Gründung ein „freies Werk innerhalb der Evangelischen Kirche“. D.h. das Johanneum bildet aus für den Dienst in der Kirche und ihren freien Werken. Unsere „geistliche Platzanweisung“ ist in der Nähe der evangelischen Landeskirchen. Beides ist uns wichtig: die Nähe und die finanzielle und strukturelle Unabhängigkeit des freien Werks. Wir wollen mithelfen, dass die missionarische Arbeit der Kirche und der freien Werke weiter gefördert wird.

6. Weil das Johanneum vielfältig vernetzt ist

Die Absolventinnen und Absolventen des Johanneums sind tätig in der Gemeinde- und Jugendarbeit innerhalb der Evangelischen Kirche und der ihr verbundenen freien Werke und Verbände. Die Ausbildung ist kirchlich anerkannt. Das Studium ist so angelegt, dass für den Dienst eine große Bandbreite an Tätigkeitsfeldern infrage kommt, z.B. Jugendreferent/in, Mitarbeiter/in in evangelischen Jugendwerken wie EC, CVJM, cjb, ejw, SMD, Gemeindediakon/in, Katechet/in, Gemeinschaftsprediger/in; Stadtmissionar/in usw.

Unsere Absolventinnen und Absolventen arbeiten in allen Bundesländern, sowohl vor Ort als auch in regionalen und überregionalen Aufgaben.

7. Weil das Johanneum günstig ist - aber nicht billig

„Freies Werk“ bedeutet: Das Johanneum wird weder durch staatliche noch kirchliche Steuergeldern finanziert, sondern ausschließlich durch freiwillige Gaben.

Der monatliche Beitrag zu Unterkunfts-, Verpflegungs- und Unterrichtskosten beträgt zurzeit 345,- €.

Um die niedrigen Studiengebühren möglichst halten zu können, verpflichten sich alle Studierenden zu regelmäßiger praktischer Arbeit in Haus und Garten. Diese Arbeit dient sowohl dem Ausgleich für die intensive geistige Arbeit als auch der Erhaltung  der Schule.

Wir freuen uns auf Sie!