Geschichte

Die Evangelistenschule Johanneum wurde 1886 in Bonn gegründet und arbeitet seit 1893 in Wuppertal-Barmen. Am Anfang der Geschichte des Johanneums stehen die Namen des Theologieprofessors D. Theodor Christlieb (1833 – 1889) und des Bahnbrechers der Evangelisation in Deutschland Elias Schrenk (1831 – 1913).

Wichtige Daten:

  • 1886: 21.10. offizielle Gründung des Johanneums durch Herrn Professor D. Christlieb und Inspektor Pfeiderer an der Lennéstraße in Bonn und Start des Unterrichtes mit einem Schüler
  • 1888: das Schuljahr 88/89 beginnt mit neun Brüdern unter der praktischen Leitung von Professor D. Johann Gottlob Pfleiderer.
    1888 fand auch die erste Besuchsfahrt, früher "Kartoffelfahrt" genannt, statt als Theodor Christlieb in den Osterferien mit einigen Johanneumsbrüdern die Gemeinde Denklingen besucht, dort Hausbesuche macht und Bibelstunden hält. Die Besuchsfahrt findet bis heute jährlich statt.
  • 1889: Elias Schrenk zieht von Marburg nach Barmen und bereitet maßgeblich den Umzug nach Wuppertal vor, er gibt auch Unterricht in Biblischer Theologie
  • 1890: Nach dem Tod von Theodor Christlieb (1889) wird Theodor Haarbeck von St. Chrischona als Direktor ans Johanneum berufen
  • 1893: Umzug von Bonn nach Wuppertal-Barmen
  • 1895: Pfr. Wilhelm Haarbeck wird theologischer Lehrer
  • 1904: Erweiterungsbau wegen Ausweitung der Arbeit
  • 1909: Nüchterne und ausgewogene Positionierung des Johanneums in den Auseinandersetzungen um die Pfingstbewegung
  • 1911: beim 25jährigen Jubiläum gibt es 143 Johanneumsbrüder im Dienst
  • 1919: Pfr. Paul Burkhard wird Direktor, Hans Nicolai Dozent
  • 1920: Gründung der CVJM-Sekretärschule im Johanneum, die sich 1927 in Kassel selbständig machte
  • 1925: Lic. Johannes Grobe wird Theologischer Lehrer
  • 1927: Gründung der Gnadauer Brasilienmission und Aussendung des Johanneumsbruders Alfred Pfeiffer, dem etliche andere folgten
  • 1932: Gründung der Berliner Siedlungsmission, in der Johanneumsbrüder arbeiteten und die später Teil der Berliner Stadtmission wird
  • 1934: Erklärung des Johanneums gegen die sogenannten Deutschen Christen und Abwehr einer „Vermengung von Evangelium und Volkstum von christlichem Glauben und völkischem Idealismus"
    Der Johanneumsbruder Fritz Riesenbeck wird der erste Hausvater
  • 1936: Sup. Herbert von Oettingen nimmt als Vorstandsvorsitzender das Direktorat wahr
  • 1938: Prof. Otto Schmitz wird Direktor
  • 1943: 30.05. in der "Barmern Brandnacht" wird das 1893 errichtete Brüderhaus zerstört
  • 1948: Wiederaufbau des in der zerstörten Brüderhauses
  • 1950: Pfr. Olav Hanssen wird theologischer Lehrer
  • 1951: Pfr. Hermann Haarbeck wird Direktor
  • 1957: Pfr. Dr. Joachim Bieneck wird Theologischer Lehrer
  • 1965: Wegen Bau einer Autobahn wird das Johanneums am Rande des Wuppertaler Nordpark neu gebaut, dort befindet es sich bis heute 
  • 1968: Pfr. Johannes Berewinkel wird Direktor, Hausvater wird Rudolf Christenn
  • 1972 In einem längeren Prozess wird die "Biblisch-theologische Basis" formuliert, die heute noch Grundlage des Arbeitens ist
  • 1980: Einführung des Anerkennungsjahres und damit der vierjährigen Gesamtausbildung, Berufung von Konrad Herdegen als erster Praxisdozent
  • 1984: Pfr. Fritz Gaiser wird Direktor - Pfr. Klaus Teschner Leiter des Volksmissionarischen Amtes der Evangelischen Kirche im Rheinland und später Landeskirchenrat, wird Vorstandsvorsitzender des Johanneums
    Beendigung der Doppelspitze von Direktor und Theologischem Leiter und Formierung des Dozententeams
  • 1992: Aufnahme von Frauen in die Ausbildung
  • 1995: Berufung von Pfr. Burkhard Weber als Direktor
  • 2007: Kauf des neben dem Johanneum liegenden historischen Fachwerkhauses Klingelhollhof – und damit ein in sich geschlossener Campus
  • 2017: Dr. Martin Werth wird zum Direktor berufen